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Panda Update und das crossmediale Bewusstsein

Geschrieben am Donnerstag den 14. April 2011 von Hannes Steßl und unter SEO abgelegt.

Panda Update Vaboos

Die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Suchmaschinenoptimierung für Google, konfrontieren SEOs und Sitebetreiber mit „alt neuen“ Rankingsignalen. Die Notwendigkeit und der Nutzen der an Relevanz gewinnenden Faktoren, legen die – oft fälschlicherweise – ins Abseits gelegten Maßnahmen wie crossmediale Werbekampagnen (wieder) bewusster an den Tag.

Das Panda Update

Kurz nach dem Jahreswechsel – Ende Februar –  wurde Googles Algorithmus mit dem Panda Update für den Kampf gegen den Webspam „verbessert“. Dieses Update war, wenn man die Szene und die aktuellen Entwicklungen  verfolgte, mehr als nur überfällig, da diverse Content – Farmen richtig florierten und dementsprechend  viel Aufmerksamkeit auf sich zogen. Vor allem White Hat – Verfechter  wie Aron Wall machten in diesem Bereich bereits  Mitte 2010 viel Wind.

So wurde im Beitrag von Matt Cutts (Januar 2011) im Google Blog unter  Google search and search engine spam bekanntgegeben, dass Änderungen stattfinden werden und Content Farmen (Weswegen auch namenmäßig mal  vom Farmer Update gesprochen wurde) dran glauben müssen:

And we’re evaluating multiple changes that should help drive spam levels even lower, including one change that primarily affects sites that copy others’ content and sites with low levels of original content. We’ll continue to explore ways to reduce spam, including new ways for users to give more explicit feedback about spammy and low-quality sites.

As “pure webspam” has decreased over time, attention has shifted instead to “content farms,” which are sites with shallow or low-quality content…

Das Panda Update zielt somit primär auf qualitativ minderwertige Inhalte ab, wobei natürlich auch passende Seiten  Ranking / Sichtbarkeit lassen mussten. Die genauen Rankingfaktoren werden nach wie vor heiß diskutiert und lassen, wie auf der SMX gesehen wurde, recht unterschiedliche und weit auseinander gehende Meinungen zu.  Von Ansichten über ein total verbugtes Update bis zu einem Update das zu 20% algorithmisch funktioniert und mit 80% Nachbearbeitung von Quality Ratern läuft, ist alles dabei.

Aktuell wurde das Panda Update im gesamten englischsprachigen Raum integriert und ist mit dem Einbeziehen von Userdaten (Blockierte Seiten) erweitert worden. Einblicke über die Verlierer und Gewinner gibt es wieder bei Searchmetrics.

Mögliche Signale

Vorweg: Wie vorher schon angeschnitten, ist die algorithmische Änderung mit dem Panda Updates noch nicht „ganz“ klar.

Es gibt mehrere (theoretische und offensichtliche) Bereiche mit denen minderwertige Seiten  geoutet werden können. Wobei zu beachten ist, dass es sich im Endeffekt nach wie vor um einen Algorithmus handelt der niemals an menschliche Fähigkeiten herankommen kann -> Siehe die Schwachstellen in der sprachlichen Semantik die z.B. bei Google Translation mehr als deutlich werden (Aufspüren: Ja – Übersetzen: Nein? Weniger…). Dennoch spielen in der Regel mehrere Faktoren zusammen was dann Quality Rater auf die Sites locken kann bzw. früher oder später wird.

Hohe Absprungraten (Bounce Rate), wenig eigener Content (Duplicate Content), zu viel Werbung, niedrige CTR (Click Through Rate), fehlender Brand Traffic und die Vernachlässigung von Social Media Aktivitäten  sind allesamt keine Indikatoren für Qualität und Relevanz. Wobei das Ausbleiben von Brand Traffic und nicht vorhandenes Social Media Engagement nicht unbedingt von Haus aus schlechte Sites outet.

Das Google in Richtung Social und Brand tendiert, ist seit längerer Zeit zu Beobachten. Da diese Bereiche oft Hand in Hand gehen sollte beiden Aufmerksamkeit geschenkt werden. Beim genaueren Blick auf die vom Panda Update abgestuften Seiten sticht unter anderem (!) das Fehlen von Brand Traffic und die nicht vorhandenen URL Querys hervor.

Brand Traffic mit crossmedialen Kampagnen

Brand Traffic kann hervorragend mit anderen Medien erzeugt werden und rentiert sich dank der zusätzlichen Vorteile in jedem Bereich. Vor allem bei der Erzeugung von Brand Traffic kann mehrfach gepunktet werden.

Was im TV oder in Zeitungen vertreten ist, wird auch im Internet gesucht. An diesem Fakt kommt man nicht vorbei.  Daraus kann in der Regel zwischen 4 verschiedenen Versionen von Brand Traffic differenziert werden.

Folgendes kann alles durch einen einzigen regionalen Zeitungsartikel erzeugt werden.

Die Suche nach dem Brandnamen (am besten gleich in Verbindung mit dem Keyword)

Vaboos Online Marketing

Die Suche nach der URL des Brands

http://www.vaboos.at/

Branded Searches (Suche bei dem der Brand enthalten ist)

Crossmediale Kampagne Vaboos

Alternative Brand Searches (Alternative Schreibweisen)

Va Boos

Alle Varianten können vor allem in Kombination ein Zeichen der Relevanz von Website sein. Wobei zu beachten ist, das der Traffic alleine nur der Anfang ist.

Marketingtechnisch wird ein Mehrwert im Internet und „Offline“ sichtbar. Im Internet werden unter anderem Brand Signs, erhöhte CTR und höheres Suchvolumen merkbar. Offline reicht die Bandbreite von regionalem Branding über Positionierung bis hin zu Neukunden.

Ein gut recherchierter, aktueller und treffender Artikel kann mit verhältnismäßig wenig kosten Online und Offline riesige Wellen schlagen. Für eingefleischte Online Marketer kann es sinngemäß  auch als Guerilla Marketing umschrieben werden.

In den folgenden Wochen werden wir uns den Brand Signalen (z.B. für das Panda Update) und weiteren Effekten durch Printwerbung annehmen und harte Fakten demonstrieren.